Wie du Blumen zufriedenstellend fotografieren kannst

In diesem Artikel wollte ich dir meinen grünen Daumen präsentieren und dir von einer weiteren Leidenschaft erzählen.

Spaß beiseite, der Frühling steht vor der Tür und viele Menschen finden Bilder von Blumen sehr ansprechend. Deshalb habe ich an dieser Stelle einige Tipps und Hinweise, die deine Ergebnisse verbessern werden.

Was sind Blumen überhaupt?

Wehe es lacht jetzt jemand, aber den Unterschied zwischen Blume und Pflanze konnte ich bis vor wenigen Minuten nicht erklären. Damit wir alle eine gute Arbeitsgrundlage für diesen Artikel haben, folgt jetzt eine kurze Definition.

Als Blume bezeichnet man eine Pflanze, die größere Blüten hervorbringt, die ins Auge fallen.

Wenn man nun einen Grashalm als Beispiel für eine Pflanze und eine Rose für eine Blume nimmt, dann leuchtet die Sache auch mir ein.

Wähle die Perspektive bewusst

Ob ein Bild gut oder durchschnittlich wird, entscheidet sich oft schon bei der Wahl der Perspektive. Instinktiv nutzt man die Normalperspektive und in einigen Fällen ist das auch völlig angemessen.

Doch bei Blumen kann es sich lohnen, sich auf die Höhe der Blumen zu begeben. Dadurch hebt sich dein Bild schon einmal vom Großteil aller Bilder ab.

Oft wirkt es auch sehr ansprechend, wenn man die Blume von der Seite fotografiert. Das ist zwar nicht immer ganz einfach zu realisieren, doch für das Endergebnis ist dieser Schritt sehr förderlich.

Und Ausreden zählen an dieser Stelle nicht. Als ich vor einigen Jahren mit Krücken unterwegs war, habe ich mir einen Stuhl an das Blumenbeet stellen lassen und habe dann die Frühblüher fotografiert. Was man eben so macht, wenn man mit Unterarmgehstützen unterwegs ist…

Den Blick weiten

Eine einzelne Blüte kann sehr spannend sein, doch die Gesamtheit aller Blumen in einem Beet kann es auch sein.

In manchen Fällen ist auch die Gesamtheit aller Blumen in einem Garten die eigentliche Attraktion

Deshalb kann es lohnenswert sein, einfach mal das Weitwinkelobjektiv zu benutzen und mehrere Blumen oder gleich das Gesamte Beet/Feld zu fotografieren.

Sonst nutzt man in der Blumenfotografie eher lange Brennweiten. Ein Makroobjektiv ist natürlich super, doch ein Teleobjektiv oder eine lange Festbrennweite kann auch super sein.

Nutze eine große Blendenöffnung

Viele Betrachter empfinden es als sehr schön, wenn der Hintergrund unscharf ist und verschwimmt (Bokeh). Je nach Location kann man auf diese Weise auch störende Objekte im Hintergrund ausblenden.

Hierfür bietet sich die Verwendung einer großen Blendenöffnung an. Solltest du nun allerdings mit einem Objektiv unterwegs sein, dass eine sehr kleine Schärfentiefe hat, musst du vielleicht auch etwas abblenden, um die gesamte Blüte scharf abzubilden.

Achte auf die Bildschärfe

Grundsätzlich möchte man immer scharfe Bilder machen, doch in einigen Fällen ist eine leichte Unschärfe nicht allzu schlimm. Doch Blumen bilden hier keine Ausnahme.

Eine Blüte hat oft viele Details und der scharfe Bereich im Bild ist nicht sehr groß. Hier sollte sowohl der Fokus sitzen als auch die Belichtungszeit nicht zu lang sein.

Gegen Verwacklungen hilft der Bildstabilisator, eine kurze Verschlusszeit oder auch ein Stativ.

Sitzt der Fokus nicht, freut sich oft nur noch der Papierkorb

Manchmal kann es vorkommen, dass sich die Blumen im Wind bewegen. In diesem Fall solltest du deine Session vertagen oder die Blume stabilisieren.

Beachte die üblichen Regeln der Komposition

Für Blumen gelten dieselben gestalterischen Regeln wie für andere Motive. So kann eine mittige Platzierung manchmal passend sein, doch eine Platzierung im goldenen Schnitt wirkt oft auf den Betrachter ansprechender.

Hier habe ich noch einige Artikel verlinkt, die dir bei der Bildkomposition helfen.

Linienführung

Warum der Vordergrund so wichtig für deine Bilder ist

Gegen das Licht fotografieren

Fazit

Es gibt tatsächlich Fotografen, die sich auf das Fotografieren von Blumen spezialisiert haben. Diese machen dann auch entsprechend bessere Bilder als andere Fotografen. Deshalb musst du nicht enttäuscht sein, wenn dir deine Bilder nicht auf Anhieb gefallen.

Dann heißt es einfach dranbleiben und viel üben.

Ich persönlich mache auch nur ganz selten Bilder von Blumen, oft sind sie nur Beiwerk meiner Aufnahmen. Doch in diesen Artikel wollte ich dir meine Erfahrungen und Gedanken zu diesem Thema mitgeben und hoffe, dass für dich etwas dabei war.

Noch ein weiterer passender Artikel: Fotografieren im Frühling

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