Ein Überblick verschiedener Perspektiven und deren Wirkungen

Heute geht es um ein Thema, welches an den Artikel der vergangenen Woche anknüpft. In ihm ging es um die Bildkomposition. Dieser Artikel wird sich mit verschiedenen Perspektiven und deren Wirkung auseinandersetzen. Dabei unterscheiden wir grundsätzlich in drei verschiedene Perspektiven: Die Frosch-, die Normal- sowie die Vogelperspektive.

Die Normalperspektive

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es hier um unsere normale und gewohnte Perspektive. Wenn man in der Normalperspektive fotografiert, kann man seine Kamera einfach auf Augenhöhe auslösen. Die Perspektive wird dem Betrachter sehr vertraut vorkommen. Damit wären wir auch schon bei einem großen Nachteil: Je nach Motiv wirkt diese Perspektive recht langweilig. Allerdings variiert diese normale Perspektive von Fotograf zu Fotograf. Denn nicht alle Fotografen sind gleich groß. Doch die Unterschiede sind im Bild nur gering.

Auch aus der Normalperspektive lassen sich spannende Bilder machen

Auch aus der Normalperspektive lassen sich spannende Bilder machen

Die Vogelperspektive

Auch hier liefert der Name schon einen Hinweis. Hier wird das Foto aus einem erhöhten Blick aufgenommen. Dabei muss es nicht gleich das Flugzeug sein. Auch bei Aufnahmen, die knapp über Kopfhöhe entstanden sind, spricht man von der Vogelperspektive. Diese Perspektive entspricht nicht unserer normalen Augenhöhe und ist somit für den Betrachter spannender. Allerdings muss man so langsam seine Komfortzone verlassen. Wer Besitzer einer Kamera mit einem Schwenkdisplay ist, hat nun einen Vorteil: Das Bild lässt auch unterhalb der Kamera gut beurteilen. Wenn man nun mit einem spitzen Winkel nach unten fotografiert, wirken die Objekte kleiner und schwächer. Das gilt natürlich auch bei Porträts. Auch kann man in dieser Perspektive über andere Menschen hinweg fotografieren. Gerade bei Menschenmassen und in Verbindung mit einem Teleobjektiv lassen spannende Ergebnisse erzielen. Allerdings lässt sich diese Perspektive noch weiter ausreizten. Wie ich oben schon kurz angespielt habe, lässt sich die Distanz zwischen Erdboden und Kamera noch weiter vergrößern. Von einem Aussichtspunkt lassen sich besonders in Städten Bilder machen, die die Welt wie eine Modellwelt aussehen lassen. Wenn man nun noch einmal 10.000 Meter höher unterwegs ist, kann man sogar ganze Städte klein darstellen. Die Vogelperspektive eignet sich immer, wenn man sein Motive kleiner und eventuell schwächer darstellen möchte.

Aus einem Flugzeug wirkt alles sehr klein, geringe Bewölkung vorausgesetzt

Aus einem Flugzeug wirkt alles sehr klein, geringe Bewölkung vorausgesetzt

Aus leicht erhöhter Perspektive lassen sich Menschenmassen gut fotografieren

Aus leicht erhöhter Perspektive lassen sich Menschenmassen gut fotografieren

Von oben wirken Städte wie Modellanlagen

Von oben wirken Städte wie Modellanlagen

Die Froschperspektive

Ich fühle mich schon fast wie in einer Fabel. Doch auch hier ist der Tiername sehr eindeutig. Jetzt geht es in Richtung Erdboden oder direkt auf den Boden. Dies ist meine Lieblings-Perspektive. Aus dem Blick von unten wirkt alles größer und mächtiger. Wenn du in Bodennähe fotografierst, lassen sich Linien, die sich auf den Boden befinden, groß darstellen und leiten den Blick des Betrachters noch stärker. Beim Fotografieren von Kindern solltest du dich auf deren Höhe begeben, sonst wirkt das Bild mit den Effekten der Vogelperspektive. Auch beim Fotografieren von Tieren oder anderen Bodennahen Motiven wie Pflanzen bietet sich die Froschperspektive an. Die Froschperspektive ist in vielen Situationen sehr spannend und es lohnt, auch mal eine verunreinigte Hose in Kauf zu nehmen, wie das Bild entstanden ist, weiß keiner und das du deine Hose dreckig gemacht hast, interessiert wenige. Nur das Ergebnis zählt. Wenn du dein Motiv mächtig und groß darstellen möchtest, ist die Froschperspektive genau die richtige.

Knapp über dem Boder oder hier der Wasseroberfläche lassen sich spannende Bilder erstellen

Knapp über dem Boder oder hier der Wasseroberfläche lassen sich spannende Bilder erstellen

Fazit

Jede der drei Perspektiven hat ihre Eigenschaften und somit auch ihre Daseinsberechtigung. Auf deinen nächsten Fototouren solltest du vielleicht ein Motiv aus den Unterschiedlichen Perspektiven fotografieren und die Ergebnisse miteinander vergleichen. Wenn du es einige Male gemacht hast, entwickelst du, durch den Wechsel der Perspektive, ein Gespür für interessantere Bilder. Auch im richtigen Leben bringt der Wechsel der Perspektive neuen Ideen. Ich hoffe, dass ich dir mit diesem Artikel ein wenig helfen konnte.

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