Was das Bokeh ist und wie du es auch bekommst

In diesem Artikel wollen wir uns etwas mit Unschärfe beschäftigen. Dabei wollen wir natürlich nicht das gesamte Bild unscharf machen, sondern nur einen kleinen Teil. Genauer gesagt geht es um die Schärfe im Hintergrund deines Bildes.

Was bedeutet Bokeh

Das Wort Bokeh stammt aus dem Japanischen und bedeutet unscharf, verschwommen. Diese Wörter klingen in Kombination mit Hintergrund und Fotografie schon einmal ziemlich gut.

Was ist das Bokeh

Als Bokeh bezeichnet man die Unschärfe im Vorder- oder Hintergrund eines Bildes, welche man in Form von Kreisen und Ringen sehen kann.

Diese Unschärfe können wir Menschen mit unseren Augen nicht wirklich wahrnehmen. Physikalisch wäre es durchaus denkbar, doch unser Auge passt den Fokus so schnell an, dass unser „Motiv“ sofort scharf ist. Wollen wir in den Hintergrund gucken wollen, denken wir an den Hintergrund, dieser wird scharf und wir erleben einfach keine Unschärfe.

Dieses Bild hat für meine Verhältnisse ein ausgeprägtes Bokeh

Hier haben wir einen Punkt, in denen uns technische Geräte überlegen sind. Man könnte es allerdings auch so sehen, dass unser Fokus immer sitzt und das in einer wahnsinnigen Geschwindigkeit.

Das Bokeh ist sehr subjektiv

Das Unschärfeerlebnis eines Bildes erlebt jeder sehr unterschiedlich und jeder beschreibt die Unschärfe anders. Mit dem Wort „Bokeh“ haben wir jetzt zumindest ein einheitliches Wort. Allerdings kann man das Bokeh nicht in einem Wert wiedergeben. Auch hat jeder andere Ideale, die er schön findet.

Wie du möglichst viel Bokeh in deine Bilder bekommst

Diese Frage ist physikalisch noch nicht eindeutig geklärt. Es gibt Kombinationen, die oft zu Bokeh führen, doch ganz klar ist nicht, wie man Objektive konstruiert, die ein maximales Bokeh haben.

Grundsätzlich erzeugen Festbrennweiten ein besseres Bokeh als Zoomobjektive. Das Wort grundsätzlich lässt aber auch Ausnahmen zu. Denn es gibt auch Zoomobjektive, die ein tolles Bokeh erzeugen.

Das Objektiv sollte lichtstark sein und die Blende möglichst weit geöffnet sein. Mit kleiner Blendenöffnungen wird die Sache mit der Hintergrundunschärfe auch ziemlich schwierig.

Eine hohe Brennweite ist prinzipiell gut für ein ausgeprägtes Bokeh. Es gibt aber auch hier Ausnahmen.

Meistens haben die klassischen Proträtobjektive (50; 85; 135 mm) ein sehr schönes Bokeh. Dabei sind die teureren Objektive nicht immer die besten.

Die klassischen Portraitobjektive erzeugen häufig ein schönes Bokeh

Wenn du wissen möchtest, ob ein bestimmtes Objektiv ein angenehmes Bokeh erzeugt, ist es am hilfreichsten, Testberichte und Bilder anzuschauen, die mit dem gewünschten Objektiv gemacht worden sind.

Fazit

Das Bokeh ist noch nicht völlig sauber zu erklären und in der Entstehung nicht komplett zu beschreiben, doch ich hoffe, dass du mit diesen Erklärungen etwas anfangen kannst. Zumindest ist dir der Begriff nicht mehr fremd.

Wenn du nun selbst ein Bild mit tollen Bokeh machen willst, heißt es Blende öffnen, Testberichte lesen und das richtige Objektiv auf die Kamera montieren.

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