Tipps zum Fotografieren bei Nebel

Die Sonne geht früher unter, die Spinnen werden mehr und Nebel zur Begrüßung am Morgen sind derzeit keine unbekannten Phänomene, sondern eher ein Zeichen der wechselnden Jahreszeiten.

Unabhängig davon, welche Jahreszeit wir haben; Nebel ist immer eine interessante Sache für uns Fotografen. Natürlich ist das Fotografieren bei Nebel auch nicht schwierig. Allerdings habe ich einige Tipps für dich, mit denen du schneller zu guten Ergebnissen kommen wirst.

An Gewässern kommt es häufig zu Bildung von Nebel

Nutze den manuellen Fokus

In vielen Fällen wirst du bei Verwendung des Autofokus scharfe Bilder machen können. Sollte deine Kamera aber etwas betagter oder der Nebel sehr dicht sein, kommt auch der Autofokus an seine Grenzen. Dann solltest du den Fokus lieber manuell setzen.

Prinzipiell solltest du immer bedenken, dass Nebel keine optimale Situation für den Autofokus ist und die Bilder somit häufiger mal kritisch überprüfen.

Wie man Nebel voraussagen kann

Die Vorhersage von Nebel kann sich als durchaus komplex erweisen. Ich werde dir hier einige Punkte nennen, die einen guten Anhaltspunkt für die Entstehung von Nebel darstellen.

Da Nebel aus Wasser besteht, muss der Boden entsprechend nass sein, damit dieses Wasser auch aufsteigen kann.

Für Nebel bei Sonnenaufgang sollte die Bewölkung möglichst gering sein, denn so kann viel warme Luft in den Weltraum entweichen und es bilden sich kleine Wolken am Boden.

Berge und Nebel stellen oft eine spannende Kombination dar

Eine weitere Voraussetzung ist Windstille oder maximal ein bisschen Wind. Bei zu viel Wind werden die Nebelschwaden auseinander „getrieben“ und das Ergebnis ist eher suboptimal.

Ein weiterer Indikator ist die prognostizierte oder die gemessene Sichtweite. Ab Sichtweiten von unter 300 Metern kann man von Nebel ausgehen.

Oft wird der Nebel auch direkt in den Verkehrsnachrichten oder im Wetterbericht erwähnt, sodass du dich nicht durch viele Wettermodellkarten klicken musst.

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Passe die Belichtungskorrektur nach oben an

Die Kamera unterscheidet nicht zwischen Nebel und Schnee. Die Belichtungsmessung schätzt die Szenerie zu hell ein und das Bild wird zu dunkel.

Hier kannst du mit der Belichtungskorrektur nachsteuern. Zur Überprüfung empfiehlt sich wie immer das Histogramm.

Achte auf deine Frontlinse

Wie schon erwähnt, besteht Nebel aus Wasser. Dieses Wasser ist oftmals auch noch in Bewegung und macht auch vor dir und deiner Kamera keinen Halt. Deshalb werden du und deine Kamera nass. Das Ausmaß variiert natürlich, doch bei zu viel Feuchtigkeit wird deine Frontlinse ziemlich feucht. Ein Mikrofasertuch oder ähnliches schaffen hier Abhilfe.

Nimm klare Objekte in dein Bild hinein

Nebel als alleiniges Motiv ist eher grau bis unspektakulär. Der Nebel ist eher als i-Tüpfelchen zu verstehen. Das Bild sollte prinzipiell auch ohne Nebel schon verständlich sein. Durch den Nebel kann man aber auch eher langweilige Situationen spannend darstellen.

Ohne Bäume und Kühe wäre dieses Bild deutlich uninteressanter

Zusätzlich solltest du beachten, dass die Objekte nur als Silhouette im Bild zu sehen sind, was für einen weiteren spannenden Effekt sorgen kann.

Spiele mit der Belichtungszeit

Bei einer langen Belichtungszeit erscheinen bewegte Motive unscharf. Dieses Spiel funktioniert auch mit Wolken und somit auch bei Nebel. Diese Bilder wirken sehr weich und strahlen eine große Ruhe aus.

Was mit hohen Wolken funktioniert, ist mit Nebel natürlich auch möglich

Auf der anderen Seite hat aber auch klar abgebildeter Nebel seinen Reiz. Besonders bei dampfenden Gewässern. Mit etwas Ausprobieren wirst du zu völlig unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Es kann auch zu viel Nebel geben

Früher habe ich meinen Optimismus bezüglich bedeckter Sonnenaufgänge so formuliert: Irgendwie muss die Sonne schon aufgehen und völlig unbemerkt kann das nicht geschehen.

Unbemerkt geht das natürlich nicht, allerdings merkt man manchmal ziemlich wenig vom Sonnenaufgang. Es gibt Tage, da fragt man sich, ob die Sonne überhaupt schon aufgegangen ist. Der Sonnenaufgang war dann auch entsprechend langweilig. Aus einem dunklen Grau ist ein etwas helleres Grau geworden.

Dieser Sonnenaufgang war sehr grau und die Sonne konnte man erst am späten Nachmittag sehen

Dann solltest du noch beachten, dass die Landschaft völlig anders aussehen kann. Gut, das ist der gewünschte Effekt. Doch mich hat das schon auf Irrwege geführt. Den Sonnenaufgang habe ich nicht erreicht, was sich aber als wenig tragisch herausstellte, da dieser sowieso sehr langweilig war.

Fazit

Nebel ist eine spannenden Sache. Aktuell sind die Voraussetzungen sehr gut. Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Aufnehmen deiner Nebelbilder.

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