Tipps und Tricks zum Fotografieren von Wasserfällen

In diesem Artikel wollen wir uns einem spannenden Motiv widmen. Wasserfälle finde ich persönlich sehr fotografierenswert und möchte dir hier einige Tipps geben, damit deine Bilder von Wasserfällen richtig gut werden.

Du brauchst einen Wasserfall

Gut, das ist jetzt die Erkenntnis des Artikels.

Für einige mag das offensichtlich klingen, doch die Sache ist nicht ohne. Als in Schleswig-Holstein Lebender ist das für mich ziemlich schwierig. Selbst im Internet konnte ich keinen einzigen Wasserfall finden. Von unseren Stadtstaaten abgesehen, sollte aber jedes Bundesland einen Wasserfall haben.

Schottland ist ein Land mit vielen Wasserfällen und fotografisch sehr interessant

Wenn du nun an einem Ort wohnst, der partout keinen Wasserfall bietet, musst du wohl etwas reisen. Prinzipiell sind Gebirge immer eine gute Möglichkeit, Wasserfälle zu finden. Das Internet hilft dir bei der Suche von Wasserfällen.

Suche dir einen interessanten Vordergrund

Nun hast du einen passenderen Wohnort oder bist auf Reisen gegangen: Du stehst vor einem Wasserfall. Allein ist er schön, doch ein Bild wird erst draus, wenn auch ein Vordergrund mit auf dem Bild ist.

Wasserfälle sind dabei meist ziemlich dankbare Motive. Häufig im Wald gelegen gibt es oft Steine oder Äste, die dein Bild noch verfeinern können.

Spiele mit der Belichtungszeit

Viele andere Autoren raten an diesen Punkt nun zu einer langen Belichtungszeit. Ich überlasse dir diese Entscheidung, denn eventuell sind auch kürzere Belichtungszeiten interessant.

Lange Belichtungszeiten sorgen für weiches Wasser

Bei einer langen Belichtungszeit wird das Wasser weich und glatt. Dieser Effekt kommt bei vielen Menschen gut an und die Akzeptanz deines Bildes ist hoch. Mir gefallen lange Belichtungszeiten in vielen Fällen auch sehr gut.

Mit einer kurzen Belichtungszeit kannst du das Wasser scharf abbilden. Man spricht auch davon, dass man das Motiv „einfriert“. Im Zusammenhang mit Wasser fand ich das aber etwas unpassend, denn das Wasser interessiert sich nicht für deine Belichtungszeit.

Sehr spannend finde ich Belichtungszeiten im mittleren Bereich. Das Wasser ist nicht mehr scharf und die Bewegung des Wassers ist zu sehen, doch richtig weich ist das Wasser nicht. Oft kann auch eine solche Belichtungszeit interessant sein.

Was für dich und die jeweilige Situation passt, musst du selbst entscheiden und ausprobieren.

Falls dich die Auswirkung der Belichtungszeit beim Fotografieren von Wasser auf dein Bild noch mehr interessiert, habe ich hier einen Artikel für dich.

Verwende ein Stativ

Solltest du dich für eine lange Belichtungszeit entschieden haben, ist ein Stativ Pflicht, sonst wirst du keine scharfen Bilder machen können.

Wer eine kürzere Belichtungszeit nutzt, kann dennoch ein Stativ nutzen, denn meiner Erfahrung nach nimmt man sich mehr Zeit für die Gestaltung des Bildes und hat am Ende bessere Bilder auf der Speicherkarte.

Nutze Filter

Ein Polfilter kann sich spannend auf die Reflexionen im Wasser auswirken. Bei Wasserfällen ist er somit ein sinnvolles Teil der Ausrüstung. Ich nutze keine Polfilter, aber das heißt nicht, dass sich der Einsatz nicht lohnen würde.

Ein ND-Filter macht das Bild dunkler

Für lange Belichtungszeiten brauchst du eventuell einen ND-Filter. Dieser Filter reduziert die Menge des Lichts, welches dein Objektiv erreicht. Damit du diesen Effekt kompensierst, bietet sich eine Verlängerung der Belichtungszeit an. Du kannst auch den ISO-Wert erhöhen, doch das macht man nur, wenn man mit der Performance der Kamera angeben will.

Da Wasserfälle oft in Wäldern liegen, ist dieser Wald vielleicht schon so dicht bewachsen, dass du keinen ND-Filter mehr benötigst.

Mach dich auf Wasser gefasst

Der Artikel endet, wie er angefangen hat: Mit sinnvollen Überschriften.

In einigen Situationen kann es lohnenswert sein, wasserfeste Schuhe zu haben, falls der Blickwinkel vom „Land aus“ nicht ideal ist. Eventuell kann auch eine wasserdichte Hose sinnvoll sein – oder an anderen Orten- auch eine Badehose.

Geht das als Kunstwerk noch in Ordnung?

Vielleicht kommt auch deine Frontlinse mit Wasser in Berührung. Du musst dein Objektiv nicht gleich ins Wasser fallen lassen, doch einige Tropfen kommen bestimmt auf deine Linse. Hier hilft ein Mikrofasertuch. Wenn nun noch Regen von oben kommt, man mit einen ND-Filter hantiert und nichts mehr auf dem Display sieht, hat man richtig Spaß. Ach, ich wollte euch nicht die Ohren vollheulen.

Fazit

Wasserfälle sind sehr spannende und lohnenswerte Motive. Auch wenn das Aufnehmen mit einigen Mühen verbunden ist, lohnt sich dieser Aufwand wirklich.

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Fotografieren.

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