Fotografieren im Herbst

Der Sommer geht so langsam zu Ende und wir nähern uns einer, aus fotografischer Sicht, sehr interessanten Jahreszeit. Wie die Überschrift erahnen lässt, geht es um den Herbst. In diesem Artikel möchte ich dir ein paar Tipps zum Fotografieren im Herbst geben.

Nebel

Keine andere Jahreszeit ist so für Nebel bekannt wie der Herbst. Richtig eingesetzt kann der Nebel für sehr spannende Bilder sorgen. Allerdings kann zu viel Nebel für einige Bilder ungünstig sein. Einige Sonnenaufgänge haben den Scharm eines Grauverlaufes. Von schwarz wird es zu dunkelgrau, dann zu hellgrau und am Ende mit Glück zu weiß. Mag nett sein, doch es gibt da weitaus stimmungsvollere Sonnenaufgänge. Es kommt wie immer auf die richtige Dosierung an.

Ein sehr nebeliger Sonnenaufgang auf der schwäbischen Alp

Ein sehr nebeliger Sonnenaufgang auf der schwäbischen Alp

Die Vorhersage von Nebel ist äußerst kompliziert und ist je nach gewünschtem Nebel sehr unterschiedlich. Es gibt Wettermodellkarten, auf denen man Nebel ablesen kann. Sonst kann man auch einen Mainstream-Medien Wetterbericht lesen oder in den Verkehrsnachrichten etwas über möglichen Nebel sowie seiner Dichte erfahren. Den Strebern kann ich das Buch „Fotografieren mit Wind und Wetter“ empfehlen.

Hier ist der Nebel etwas schwächer, was nicht unbedingt schlechter ist

Hier ist der Nebel etwas schwächer, was nicht unbedingt schlechter ist

Bunte Blätter

Die Verfärbung der Blätter ist wohl das Erste, was einem bei Herbst in den Sinn kommt. Auch auf Bildern sind sie mehr als nur ein nettes Detail. Damit du die Blätter fotografieren kannst, solltest du zur richtigen Zeit mindestens einen Laubbaum vor dir haben. Ich habe auch mal eine Fototour in ein fremdes Waldgebiet geplant und erst nach circa 30 Minuten gemerkt, dass ich in einem Nadelwald stehe. Kann passieren.

Im Herbst kann man, wie hier im Harz, eine Vielzahl an Farben einfangen

Im Herbst kann man, wie hier im Harz, eine Vielzahl an Farben einfangen

Mit voranschreitender Zeit fallen diese Blätter auch von den Bäumen. Dann hat man quasi überall etwas Buntes im Bild. Wer mag, kann auch sein Model in Blättern vergraben oder die Kinder mit Blättern um sich werfen lassen.

Sonnenaufgänge

Wer im Sommer einen Sonnenaufgang fotografieren möchte, muss sich zwischen Schlafen und Fotografieren entscheiden (gar nicht so schwer). Auf jedem Fall muss man sein Bett früh verlassen. Im Herbst sieht dies schon anders aus. Der Sonnenaufgang ist später und in Kombination mit etwas Nebel sehr schön. Gleiches gilt für den Sonnenuntergang. Dieser ist nun etwas früher und damit besser oder ungünstiger zu erreichen.

Natürlich lassen sich auch in der Stadt Herbstbilder aufnehmen, hier in Berlin

Natürlich lassen sich auch in der Stadt Herbstbilder aufnehmen, hier in Berlin

Typische Herbstmotive

Einige mögliche Motive habe ich schon genannt, doch ich habe noch zwei weitere Ideen.

Spinnennetze: Gerade am Morgen mit etwas Feuchtigkeit sind sie ein sehr spannendes Motiv. Mit etwas Glück hast du auch eine Spinne mit im Bild. In unseren Gebieten sind sie absolut keine Gefahr.

Weitere Tiere: Einige Tiere sind nun wieder etwas präsenter und auf Partnersuche. Ein Beispiel sind die Hirsche. Diese erwischt man am besten in den Morgenstunden. Auch hier wirkt sich der Nebel wieder positiv auf das Bild aus.

Viele Tiere sieht man im ganzem Jahr, einige Vermehrt im Herbst

Viele Tiere sieht man im ganzem Jahr, einige Vermehrt im Herbst

Fazit

Der Herbst ziemlich interessant und bietet eine Menge Motive. Ich hoffe, dass ich dich etwas zum Fotografieren anregen konnte und wünsche dir viel Freude bei deinen Herbstbildern.

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