Wie ich Foto-Locations finde

Diese Frage wird mir relativ häufig gestellt. In diesem Artikel möchte ich dir einige Wege nennen, die ich verwende. Die Tipps sind nicht sonderlich speziell, sodass du sicherlich auch das eine oder andere übernehmen kannst.

Inspiration auf Instagram und anderen Bildportalen

Auf Instagram habe ich einige Sammlungen, in denen ich interessante Bilder von anderen speichere. Aktuell findet man dort zum Beispiel Ordner mit Bildern aus Harz, Hamburg, London, Kopenhagen, Landschaftsaufnahmen allgemein oder Städte allgemein. Über Instagram konnte ich schon viele spannende Locations finden. Gerade wenn ich eine Reise plane, ist dieses Vorgehen sehr gut. Bei lokalen Locations gehe ich etwas anders vor.

Ein weiterer Vorteil bei dieser Methode ist das Vorhandensein von Geotags. Auf Instagram, Flickr oder 500px kann man die Bilder mit Ortsmarkierungen versehen. So weiß man auch, wo sich die Location wirklich befindet.

Viele Bilder auf Instagram und co haben einen Ortstag, sodass man die Location einfach finden kann

In allen Medien nach interessanten Orten Ausschau halten

Tatsächlich habe ich auch schon einige Orte durch Filme und Dokumentationen entdeckt. Wenn du beim Tatort aus deiner Stadt nicht einschläfst, besteht die Chance, dass du dort noch einige unbekannte Ecken entdecken wirst. Auch in regionalen Zeitungen oder regionalen Werbekampagnen lässt sich manches Interessantes finden.

Wenn du wissen möchtest, wie die weitere Planung einer Session bei mir läuft, empfehle ich dir diesen Artikel.

Gezielte Recherche

Es gibt ganze Bücher, die sich mit dem Fotografieren an bestimmten Orten beschäftigen. So bietet der Rheinwerk Verlag einige Foto-Reiseführer an. Die Zielfoto-Magazine von Stephan Wiesner zielen in eine ähnliche Richtung.

Es muss aber nicht immer gleich ausgedruckt sein. Häufig kommt man auch schon mit einer Google-Suchanfrage weiter. „Fotospots + Ortsname“ ist ein guter Anfang. Wenn es außerhalb von Deutschland ist, kann eine englische Suchanfrage natürlich deutlich mehr Ergebnisse liefern.

Generell ist die Bildersuche von Google eine sehr gute Anlaufstelle. Hier kann man sich einen ersten Überblick verschaffen und sich mit den bekanntesten Motiven vertraut machen.

Selbst nach spannenden Orten suchen

Diese Taktik nutze ich in meiner Region ziemlich oft. Die Region ist eher unbekannt und extrem viele Fotografen gibt es hier auch nicht, oder sie veröffentlichen zumindest nur wenige Bilder. Dementsprechend muss ich mir selbst spannende Fotospots suchen.

Das beginnt meist mit der Frage, was ich fotografieren möchte. Wenn ich mich auf ein Bild festgelegt habe, folgt meist eine GoogleMaps Session. Ich schaue dabei auf der Karte, wo ich das gewünschte Bild potenziell umsetzen kann. 

Sollte ich hier einige potenzielle Locations gefunden haben, geht es an das Scouten. Dabei fahre ich erst einmal zur Location und schaue sie mir an. Dabei achte ich auf potenzielle Vordergründe, störende Objekte und natürlich das Hauptmotiv. Meistens mache ich dabei schon einige Probeaufnahmen. Sollte ich alle Faktoren für gut empfunden haben, wird die Location in meine Sammlung aufgenommen.

Auch in der eigenen Region entdeckt man manchmal völlig neue Orte

Mit offenen Augen durch die Welt fahren

Häufig fahren wir immer die gleichen Strecken und entdecken dementsprechend wenig Neues. Doch sollte man einmal eine neue Strecke fahren, lohnt es sich, auch mal zur Seite zu schauen. Hier lässt sich vielleicht im Vorbeifahren eine potenzielle Location finden.

Verwaltung mit GoogleMaps und Excel.

Ich kann mir zwar manches merken, doch ich folge dem Grundsatz, was aufgeschrieben wurde, vergisst man nicht mehr. Deshalb markiere ich meine Locations bei GoogleMaps mit einem Stern und verwalte sie in einer Excel-Tabelle.

In der Excel-Tabelle habe ich nicht nur die Beschreibung der Location, sondern auch Details zur Tages- und Jahreszeit sowie zum Wetter und zur Anreise. Die Erstellung war zwar etwas aufwändig, doch nun habe ich alle Locations und die Bedingungen im Überblick.

Fazit

Als Fotograf, der außerhalb eines Studios arbeitet, sind Locations eine ziemlich wichtige Sache. Früher habe ich mich bei diesem Punkt ziemlich schwergetan. Doch heute fällt es mir, dank dieses Workflows, recht einfach neue Locations zu finden. Ich hoffe, dass dir der Artikel gefallen hat und du vielleicht noch einen neuen Ansatz mitnehmen konntest.

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