Wie du die Tiefenwirkung in deinen Bildern erhöhen kannst

In diesem Artikel widmen wir uns mal der Bildgestaltung. Mit den heutigen Tipps kannst du deine Bilder stark verbessern, sofern du sie noch nicht umsetzt.

Mit diesen Ansätzen kannst du die Tiefenwirkung in deinen Bildern verbessern. Bilder mit hoher Tiefenwirkung wirken oft natürlicher und der Betrachter kann sich die gezeigte Situation noch besser vorstellen. Man könnte auch sagen, dass das Bild realistischer wirkt.

Drei Dimensionen auf zwei Dimensionen reduzieren

Natürlich ist das Anfertigen von Bildern mit drei oder sogar vier Dimensionen durchaus möglich. Für Bilder mit drei Dimensionen brauchst du eine Kamera mit zwei Objektiven oder am besten gleich zwei Kameras. Wenn du nun noch die Zeit mit einfließen lässt, spricht man von einem 3D Video.

Da wird allerdings in aller Regel mit einer gewöhnlichen Kamera arbeiten, können wir nur zwei Dimensionen aufzeichnen. Diese beiden Dimensionen sind zum einen die vertikale Achse und die horizontale Achse. Die Achse mit der Tiefe (z) fällt dabei weg.

Um diese Verluste zumindest etwas auszugleichen, bedarf es intelligenter Bildgestaltung. Diese Möglichkeiten wollen wir uns im Folgenden genauer anschauen.

Anordnung von Motiven auf mehreren Ebenen

Das perfekte Gegenbeispiel ist eine Wand. Wenn du diese fotografierst, hast du genau eine Ebene. Die Tiefenwirkung ist nicht sonderlich groß.

Damit wir nun aber eine große Tiefenwirkung erreichen, brauchen wir mehrere Ebenen, auf denen sich auch Objekte befinden.

Besonders gut kann man sich das mit einem Gebirge vorstellen. Du stehst auf einem hohen Berg und siehst nichts als Berge. Sind diese Berge nun hintereinander, hast du eine Bild mit hoher Tiefenwirkung.

Hier gibt es viele Ebenen, doch durch die Kompensation des Teleobjektives relativiert sich der Effekt wieder
Hier gibt es viele Ebenen, doch durch die Kompensation des Teleobjektives relativiert sich der Effekt wieder

Allerdings brauchst du nicht gleich die Alpen in deinen Bildern. In vielen Fällen ist ein Vordergrund schon ein guter Anfang. Deshalb legen Landschaftsfotografen viel Wert auf diesen.

Nutze die Schärfentiefe

Wie du wahrscheinlich weißt, setzt unser Auge den Fokus sehr schnell und du nimmst keine richtige Schärfentiefe wahr. Allerdings nimmst du nicht alles wahr, was du im Bildausschnitt deiner Augen hast. Du legst den Fokus quasi mit deinen Gedanken fest, wenn du auf eine Sache guckst und die anderen vom Gehirn nicht beachtet werden.

Mit der Kamera bist du nun in der Lage, die Tiefenschärfe gut zu steuern. Indem du eine große Blendenöffnung verwendest, kannst du Bereiche deines Bildes unscharf darstellen und andere Bereiche sind scharf.

So kannst du nicht nur die Aufmerksamkeit deines Betrachters steuern, sondern auch für Tiefe in deinem Bild sorgen.

Der Blick des Betrachters folgt der Linie und das Motiv wird immer unschärfer
Der Blick des Betrachters folgt der Linie und das Motiv wird immer unschärfer

Achte auf diagonale Linien

Linien sind in der Fotografie ein starkes Gestaltungsmittel. Mit diagonalen Linien kannst du nun die Tiefenwirkung deines Bildes erhöhen.

Diese diagonale Linie läuft nun ins Bild hinein. Linien leiten auch den Blick deines Betrachters. Nun kannst du den Betrachter Stück für Stück immer tiefer in dein Bild „hineinholen“. Liegen an dieser Diagonalen auch noch Objekte auf verschiedenen Ebenen, hast du schon eine richtig gute Wirkung.

Linien und Wege geben deinen Bildern Tiefe
Linien und Wege geben deinen Bildern Tiefe

Gib den Betrachter die Möglichkeit, die Größe der Motive einzuordnen

Wir Menschen lieben es, dauerhaft alles mit allen zu vergleichen. Das ist auch in der Psychologie ein spannendes Phänomen. In der Fotografie kannst du diesen Effekt nutzen, um deinen Betrachter eine gute Vorstellung davon zu geben, wie groß dein Motiv ist.

So bekommt der Betrachter auch ein Gefühl für die Tiefe des Bildes, auch wenn weit entfernte Objekte kleiner wirken.

Zeige Bewegung im Bild

Damit sich etwas bewegen kann, braucht es einen Raum, in dem es das tun kann. Dieser Raum braucht auch eine Tiefe. Hier kannst du nun ansetzen.

Das Objekt sollte sich in dein Bild hineinbewegen. Dann wird klar, dass das Bild noch weiter in diese Richtung geht. Damit der Betrachter diese Bewegung auch als Bewegung erkennt, bietet es sich an, mit der Bewegungsunschärfe zu arbeiten.

Von Bewegungsunschärfe spricht man, wenn ein Motiv in deinem Bild durch eine lange Belichtungszeit unscharf ist. Man spricht umgangssprachlich auch davon, dass etwas (Auto, Fahrrad) verwischt ist. Der Rest des Bildes ist aber scharf. Eventuell kann ein Stativ oder eine stabile Unterlage hilfreich sein.

Durch Bewegung im Bild kannst du deinen Bild Tiefe geben
Durch Bewegung im Bild kannst du deinen Bild Tiefe geben

Fazit

Es ist durchaus nicht ganz einfach, deinen Bildern eine große Tiefenwirkung zu geben. Diese Tipps sollten aber ein guter Anfang sein. Wenn du nun beim Fotografieren darauf achtest und bei anderen Bildern mit hoher Tiefenwirkung fragst, woran das liegt, kannst du diese Elemente übernehmen.

Nun wünsche ich dir viel Spaß beim Fotografieren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.