Tipps zum Fotografieren von Flugzeugen

In diesem Artikel werden wir uns mit dem Fotografieren von Flugzeugen beschäftigen. Als ich mir eine Kamera gekauft habe, habe ich die Absicht verfolgt, damit Flugzeuge zu fotografieren. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass die Kamera dafür ungeeignet war und ich andere Bereiche der Fotografie spannender finde.

Nichtsdestotrotz fotografiere ich ab und zu Flugzeuge und habe dabei auch etwas Spaß. Vom Planespotting bin ich aber weit entfernt. Das ist auch nicht der Anspruch dieses Artikels, vielmehr möchte ich dir einige Tipps geben, mit denen du faszinierende Bilder machen kannst.

Du brauchst Flugzeuge

Wenn man ein bestimmtes Motiv fotografieren möchte, muss es auch vor einem sein, das ist soweit wenig überraschend.

Man kommt zwar relativ einfach in Flugzeuge herein, doch diese von außen zu fotografieren, ist schon etwas schwieriger. Meistens sind sie oben am Himmel oder auf gesicherten Flughäfen. Deshalb gilt es einen guten Zeitpunkt zu finden, am dem man Flugzeuge gut sehen kann.

Die naheliegendste Lösung ist die Aussichtsterrasse des Flughafens. Das kann auch funktionieren, doch du musst in diesem Fall mit Scheiben leben. Darüber hinaus stehen die Flugzeuge dann am Gate herum und sonderlich spektakulär ist das nicht.

Flughäfen sind in der Regel ein guter Anlaufpunkt, um Flugzeuge zu fotografieren

Spannender wird die Sache, wenn man an der Start- und Landebahn steht und die ankommenden und abgehende Flugzeuge fotografieren kann. In vielen Fällen findet sich ein Aussichtshügel, von dem du entspannt fotografieren kannst.

Ein Blick in den Flugplan kann Langeweile verhindern

Jetzt befinden wir uns an einer interessanten Stelle und warten vergeblich auf Flugzeuge. Das liegt nun daran, dass die Nachfrage und das Angebot an Flügen momentan sehr gering ist oder du einfach nur einen ungünstigen Zeitpunkt ausgewählt hast.

Insbesondere an den Knotenpunkten (Hubs) gibt es Wellen an eingehenden und einige Zeit später Wellen an ausgehenden Flugzeugen. An solchen Flughäfen steigen besonders viele Menschen um. Bei uns im deutschsprachigen Raum sind das vor allem Frankfurt, Leipzig, Wien, Zürich und München.

Hier hilft es, vorher einmal in den Flugplan zu gucken und zu entscheiden, wann eine gute Zeit zum Fotografieren ist. Zusätzlich kannst du auf Flightradar gucken, wo sich welches Flugzeug genau befindet.

Lange Brennweiten sind in der Regel keine schlechte Wahl

Wie schon erwähnt, kommt man den Flugzeugen am nächsten, wenn man in einem sitzt. Von außen kommt man nicht so nah an die Flugzeuge heran. Deshalb brauchst du in der Regel ein Teleobjektiv, damit das Flugzeug nicht nur Beiwerk des Bildes wird.

Bei manchen Flughäfen gibt es aber auch die Möglichkeit, sich direkt vor die Landebahn zu stellen und dann die Flugzeuge von unten zu fotografieren. Dafür habe ich auch schon ein Ultraweitwinkelobjektiv verwendet.

Hier flog das Flugzeug in geringer Höhe über mich hinüber, entsprechend kurz war die Brennweite

Achte auf das Wetter

Heutzutage kann man bei nahezu jedem Wetter fliegen, selbst bei extrem geringen Sichtweiten. Auch das Fotografieren ist bei vielen Wetterlagen lohnenswert.

Meiner Meinung nach solltest du aber darauf achten, dass es nicht zu warm ist und es kein Hitzeflimmern gibt. Darunter leidet die Bildschärfe und wirklich ansehnlich sind die Bilder am Ende nicht mehr.

Negativbeispiel: Hier wirkt sich das Hitzeflimmern negativ auf das Bild aus

Auch das Licht hat großen Einfluss auf das Bild. Das Fotografieren gegen die Sonne ist nicht empfehlenswert. Im schlimmsten Fall ist der Himmel viel zu hell und das Flugzeug trotzdem noch zu dunkel. Hier hilft es, mit der Sonne zu fotografieren und die Mittagssonne – wie fast immer – zu meiden.

Selbst bei wenig/keinem Licht kann man noch Flugzeuge fotografieren

Details können spannend sein

Zwar ist das eine oder andere Flugzeug durchaus in seiner Gesamtheit ästhetisch, doch die Details können mindestens genauso spannend sein.

Auch einzelne Bauteile können interessant sein

Besonders bei der Landung ist das Fahrwerk ein interessantes Motiv, zumal das Beschleunigen von 0 auf über 250 km/h nicht ohne Qualm funktioniert.

Wähle eine kurze Belichtungszeit oder mache Mitzieher

Wie schon erwähnt, sind Flugzeuge oft schnell unterwegs. Damit diese auf den Bildern scharf abgebildet werden können, ist eine kurze Belichtungszeit erforderlich.

Beim Start liegt die Geschwindigkeit oft zwischen 250 und 300 km/h. Entsprechend kurz sollte auch die Belichtungszeit sein.

Dann hat man das Flugzeug scharf abgebildet und kann es so auch kurz vor dem Landen in der Luft einfrieren. Dieser Effekt kann spannend sein. Möchtest du aber die Dynamik einfangen, ist eine längere Belichtungszeit ratsam. Mit gezielten Mitziehern kannst du spannende Bilder machen.

Bei einem Mitzieher ist das Flugzeug scharf und der Rest des Bildes unscharf; dies verdeutlicht die hohe Geschwindigkeit

Um einen gelungenen Mitzieher aufzunehmen, gilt es einige Dinge zu beachten. Diese Dinge habe ich in einem eigenen Artikel zusammengetragen. Zusätzlich benötigt man aber auch einiges an Übung und Ausdauer.

Fazit

Das Fotografieren von Flugzeugen wird von Außenstehenden zwar oft als schwierig bezeichnet, doch es ist keine Raketentechnik. Es geht ja auch um Flugzeuge.

Schlechter Wortwitz beiseite. Aus meiner Sicht gibt es zwar spannendere Bilder als Flugzeugbilder, doch ein Flugzeugbild kann das Fotobuch des Urlaubs durchaus aufwerten.

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