Tipps zum Fotografieren im Regen

Wetter ist ein tolles Thema. Man kann quasi nichts falsch machen und jeder kann etwas dazu beitragen. Deshalb ist es auch gut für einen Smalltalk geeignet. Smalltalk ist aber definitiv nicht der Anspruch dieses Artikels. Wo kämen wir denn da hin?

Vielmehr geht es darum, wie du trotz Regen gute Aufnahmen machen kannst und dir das Wetter nicht einen allzu großen Strich durch die Rechnung macht.

Berglandschaft mit Nebelschwaden
Um dieses Stimmung einzufangen, bin ich sogar in den Regen gegangen

Tatsächlich habe ich während eines Regenschauers schon einige spannende Bilder aufgenommen. Dabei war es meistens so, dass ich in einer Situation war und mich der Regen „überrascht“ hat. Denn bei Regen beginne ich keine Fotosessions, auch wenn es sich lohnen kann.

Aber ich mag keinen Regen. Ich bin mir zwar der zentralen Bedeutung des Regens für Ökosysteme bewusst, doch ich sehe Regen lieber aus einem Gebäude heraus als in im zu stehen. Ganz zu schweigen vom Fahrradfahren im Regen.

Geht gar nicht. Jetzt stehen wir aber im Regen und wollen trotzdem ein Bild machen, anderenfalls gehen wir ohne Bild von einer interessanten Location nach Hause.

Habe immer ein Mikrofasertuch dabei

Diesen Tipp habe ich selbst noch nicht umgesetzt, doch er steht ziemlich weit oben auf meiner ToDo-Liste. Egal, wie gut du dich anstellst, der Regen fällt immer auf die Frontlinse und ist schließlich im Bild zu sehen.

Auch dein Display bietet genügend Fläche für Regentropfen. Nach einiger Zeit ist aus einem Regentropfen ein kleiner See geworden und du kannst deine Bilder nicht mehr bewerten.

Ein Bach in einer nebelverhangenen Berglandschaft. Im gesamten Bild sind Regentropfen zusehen.
Regentropfen sind eher selten eine Bereicherung für ein Bild

Besonders ärgerlich wird es, wenn du das Display zum Fokussieren nutzt, da ein ND-Filter die Benutzung des Autofokus oft unmöglich macht.

Ein Mikrofasertuch kann in diesem Fall schnell und einfach Abhilfe schaffen.

Die Verwendung einer Gegenlichtblende kann halfen

Eine Gegenlichtblende kann nicht nur Streu- und Seitenlicht von deiner Linse fernhalten, sondern auch Regentropfen oder andere Dinge, die man nicht auf seiner Linse haben möchte.

Ich habe das Wort „kann“ allerdings bewusst gewählt. Fällt der Regen von oben oder von der Seite, hilft die Gegenlichtblende.

In der Realität ist es aber so, dass der Regen immer von vorne ins Gesicht fällt. In diesem Fall hilft auch die Gegenlichtblende nicht weiter.

Spiele mit der Belichtungszeit

In diesem Artikel geht es zwar um das Fotografieren bei Regen und nicht das Fotografieren des Regens, doch der Regen wird auch direkten Einfluss auf dein Bild haben.

Wie der Regen auf deinem Bild aussieht, hängt maßgeblich von der gewählten Belichtungszeit ab.

Wählst du eine kurze Belichtungszeit, so sind eher einzelne Tropfen zu sehen. Bei einer langen Belichtungszeit ist der Tropfen eher als Streifen auf dem Bild zu sehen. Dies hängt damit zusammen, dass der Tropfen sich bewegt und bei einer langen Belichtungszeit tritt der Effekt der Bewegungsunschärfe zutage und der Tropfen bildet selbstverständlich keine Ausnahmen.

Talsperre im Nebel und der Regen ist als Streifen zu sehen
Hier sind die Regentropfen als Streifen zu sehen

Besonders deutlich wird dieser Effekt bei Schneefall. Nur mit dem Unterschied, dass der Schnee präsenter in deinem Bild sein wird als der Regen.

Ziehe dich möglichst trocken an

Es gibt wenig Dinge, die unangenehmer sind, als in nasser Bekleidung zu sein. Spontan fällt mir nur das Fahrradfahren im Regen ein.

Auf jedem Fall ist es ratsam, bei einer Fotosession im Regen auch auf die Funktionalität der Bekleidung zu achten.

Bist du dann doch nasser geworden als erhofft, kann ein gutes Auto Gold wert sein. Bei guten Fahrzeugen kann man sehr genau steuern, welche Partie des Körpers mit welcher Temperatur getrocknet werden soll.

Deine Kamera kann mehr ab, als du denkst

Auch ich habe schon das eine oder andere Mal etwas Sorge um meine Kamera gehabt. Doch passiert ist dabei noch nichts, dabei handelte es sich noch nicht einmal um eine Kamera, die explizit wassergeschützt ist.

Solltest du nun aber wirklich kein gutes Gefühl bei Seen auf deiner Kamera haben oder tatsächlich in einem Monsunregen stehen, dann kann es vielleicht doch ratsam sein, eine Abdeckung zu verwenden.

Dabei muss es sich nicht gleich um ein sehr preisintensives Unterwassergehäuse handeln. Eine einfache Plastiktüte oder eine Duschhaube kann schon ausreichen und die Verfügbarkeit dieser Gegenstände ist deutlich höher als die von Unterwassergehäusen.

Fazit

Selbst ein Regenschauer muss deine Fotosession nicht unbedingt zu einem sofortigen Ende bringen. Mit diesen Tipps sollte es schon etwas entspannter sein, Bilder im Regen aufzunehmen.

Wenn du noch eine weitere Ergänzung haben, freue ich mich über einen Kommentar.

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