Eine kurze Einführung in die Street Photography

In diesem Artikel möchte ich dir mal wieder ein Genre der Fotografie vorstellen. Ich verirre mich zwar eher selten in die Street Photography, doch dafür finde ich viele Bilder der Street Photography umso faszinierender.

Damit auch du entscheiden kannst, ob die Street Photography für dich interessant ist, gebe ich dir in diesem Artikel einige Gedanken, die dir einen Einstieg in die Street Photography ermöglich sollen.

Dann kannst du nach dem Ausprobieren bewerten, ob du Freude daran hast oder nicht. Manchmal merkt man erst beim Ausprobieren, ob einem etwas gefällt oder nicht.

Was ist Street Photography überhaupt?

Sicherlich weiß der eine oder andere schon, worum es bei der Street Photography geht. Da es aber keine einheitliche Definition gibt, nenne ich jetzt einige Kriterien, die ein Bild zu einem Ergebnis der Street Photography machen.

Oft zeigt die Street Photography auch die einfachen Momente des alltäglichen Lebens

Street Photography kann gut mit Straßenfotografie übersetzt werden. Allerdings kann sie nicht nur auf den Straßen praktiziert werden, sondern im gesamten öffentlichen Raum. Das umfasst also auch Bahnhöfe, Flughäfen und Parks. Solltest du eine Privatstraße haben, ist das zwar eine Straße, aber kein öffentlicher Raum. Deshalb scheidet diese Straße aus.

Zudem sind Menschen oft ein wichtiges Element der Straßenfotografie. Sie sind allerdings kein Muss. Auch ohne Menschen kann man interessante Bilder machen. So eignen sich zum Beispiel auch nicht lebendige Details oder lebendige Tiere als Motive.

Ein Hauptmerkmal der Straßenfotografie ist allerdings das Einfangen spontaner Momente, die nicht gestellt sind. Die Szenarien müssen dabei nicht sonderlich spektakulär sein, sondern lediglich echt.

Wo findet man gute Voraussetzungen zur Straßenfotografie?

Wie bereits erwähnt, muss man sich im öffentlichen Raum aufhalten. Prinzipiell kann ich auch in meinem 1200 Menschen/Kühe Wohnort Straßenfotografie betreiben, doch so richtig viel passiert dort nicht auf den Straßen.

Allerdings ist nicht jedes Bild, das auf der Straße aufgenommen wurde, Street Photography; hier ist es eher Dokumentation

Meiner Meinung nach sind Städte ein besseres Umfeld für die Straßenfotografie. Du findest viele interessante Situationen und kannst in der Masse der Menschen untertauchen. So kannst du ungestörter agieren als an Orten, an denen am Tag lediglich 20 Leute vorbeikommen.

Beherrsche deine Kamera und gibt Kompetenzen an sie ab

Bei der Straßenfotografie geht es darum, spontane Szenen zu fotografieren. Damit das auch gelingt, solltest du deine Kamera beherrschen und schnell auslösen können.

Einen sicheren und effizienten Umgang mit der Kamera bekommst du dadurch, dass du die Kamera regelmäßig benutzt.

Viele Kameras haben verschiedene Modis, die in unterschiedlichen Situationen sehr passend sein können

Aber du musst auch nicht immer alles selber machen. Mit den Automatiken oder auch den halb manuellen Modis nimmt dir die Kamera etwas Arbeit ab.

So musst du im entscheidenden Moment nicht erst manuell die Verschlusszeit auswählen.

Nimm dir Zeit und lass dich auf die Umgebung ein

Es gibt in der Straßenfotografie keinen klaren Katalog an möglichen Motiven. Somit bist auf dich alleine gestellt und musst für dich bewerten, was eine interessante Szene ist und was nicht. Dabei hilft es ungemein, wenn man sich auf die Umgebung einlässt und vielleicht auch die Motive sieht, die man beim ersten Blick nicht wahrgenommen hat.

Es muss nicht immer schwarz-weiß sein

Viele verbinden mit der Straßenfotografie Bilder in schwarz-weiß. Das kann man auch gut damit begründen, dass dann keine Farben mehr ablenken und sich der Betrachter dann voll und ganz auf die Szenerie konzentrieren kann.

Das ist soweit auch plausibel, doch auch Farben können eine spontane Situation interessant machen.

Auch andere „Regeln“ zur Straßenfotografie kannst du gerne mal missachten und dann innovative Ergebnisse schaffen. Deshalb gibt es in diesem Artikel auch keine klaren Regeln.

Rechtliche Überlegungen

Ganz ohne Regeln geht das dann doch nicht. Du kannst zwar auch Gesetzte ignorieren, doch deine Mitmenschen werden das nicht allzu lange tolerieren.

Aus diesem Grund möchte dich einmal kurz für die Thematik sensibilisieren.

Grundsätzlich muss man vor dem Fotografieren die Person um Erlaubnis fragen, ob sie fotografiert werden möchte oder nicht. Hier zeigt sich allerdings ein Konflikt mit der Straßenfotografie, denn diese möchte authentische Momente zeigen.

Bilder ohne Menschen mache ich lieber als Bilder mit Menschen, da es weniger rechtliche Fallstricke gibt

Fotografierst du nun einen Menschen und dieser ist eindeutig zu identifizieren, solltest du dir zumindest nach der Aufnahme die Zustimmung holen. Anderenfalls kann sich die gezeigte Person in ihrem Persönlichkeitsrecht verletzt fühlen. Auch die Kunstfreiheit wird nicht grundsätzlich über das Recht am eigenen Bild gestellt.

Aus Sicht des Datenschutzes ist sogar denkbar zu sagen, dass man einen Datensatz erhoben hat, denn man sieht, wann eine Person an welchem Ort war.

Entspannter wird die Sache, wenn die Person nicht eindeutig zu sehen ist oder einfach nur Beiwerk eines Bildes ist. Hier bieten sich Silhouetten oder auch eine Bewegungsunschärfe an.

In anderen Ländern kann der rechtliche Rahmen für dich günstiger sein und die Menschen begegnen einem mit einer anderen Grundeinstellung. So stellt man sich in Deutschland oft zuerst die Frage, ob jemand etwas darf oder nicht. Das ist übrigens kein Vorwurf, denn ich spiele dieses Spiel auch gerne mit.

Allerdings muss auch nicht jedes Straßenbild Menschen beinhalten.

An dieser Stelle auch noch der notwendige Hinweis, dass ich weder Anwalt noch Richter bin und somit keine belastbaren Aussagen treffen kann oder meine Rechtsauslegungen in passende Urteile gießen kann.

Fazit

Ab und zu kommt es auch bei mir vor, dass ich eine Szene auf der Straße fotografiere, doch insbesondere der enge rechtliche Rahmen schräkt mich etwas ab.

Doch es gibt viele Fotografen, die das sehr gut machen und mich mit tollen Bildern beglücken. Vielleicht bist du auch einer davon.

2 Kommentare zu „Eine kurze Einführung in die Street Photography

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