Wie du unerwünschte Objekte aus deinen Bildern entfernen kannst

In diesem Artikel wollen wir uns einmal einige Möglichkeiten angucken, mit denen du unerwünschte Objekte aus deinen Bildern entfernen kannst.

Trotz noch so exakter und gewissenhafter Bildgestaltung kommt es vor, dass du auf deinen Bildern Dinge oder Menschen hast, die du nicht aufnehmen wolltest.

In vielen Fällen bedarf es bei meinen Bildern noch etwas Retusche

Mir passiert es regelmäßig, dass ich unerwünschte Dinge auf meinen Bildern finde. Der Klassiker ist in meinem Fall ein Vogel am Himmel oder gleich ein ganzer Vogelschwam. Es gibt zwar Menschen, die Vögel fotografieren, doch ich retuschiere Vögel gnadenlos weg.

Zur Erklärung werde ich Photoshop und Lightroom verwenden. Die beiden Programme werden von vielen Verwendet und sind für Erklärungen somit eine gute Wahl. Solltest du andere Programme verwenden, sieht die Benutzeroberfläche anders aus, doch die wesentlichen Funktionen werden dir auch andere Programme bieten.

Die Bereichsreperatur in Lightroom

Für mich ist die Bereichsreperatur in Lightroom die erste Anlaufstelle, wenn es etwas zu entfernen gibt. Für viele Dinge funktioniert die Bereichsreperatur auch ziemlich gut.

Im Entwicklungsmodul erreichst du die Bereichsreperatur über die Taste „Q“ oder über den Kreis mit Pfeil nach rechts unterhalb des Histogramms.

So findest du die Bereichsreperatur in Lightroom

Nun markierst du den störenden Teil des Bildes und lässt Lightroom werkeln. Nach kurzer oder langer Zeit wird Lightroom den Bildbereich durch einen anderen ersetzt haben.

Der kopierte Bereich sieht im Idealfall so aus, wie der markierte Bereich. Hier kommen wir auch schon zu einer Schwäche dieses Werkzeugs. Wenn du beispielsweise einen Bereich markiert hast, sucht Lightroom nach einem Bereich, der ähnlich aussieht und füllt ihn damit.

Das Problem ist nun, dass es einen Bereich geben muss, der ähnlich aussieht. Oft funktioniert das, doch manchmal stellt Lightroom sich dabei etwas ungeschickt an. Dann kann man den Vorgang wiederholen oder den Vorschlag von Lightroom verschieben.

Dabei klickst du einfach auf den von Lightroom vorgeschlagenen Bereich und ziehst diesen in einen anderen Bereich des Bildes.

Hier habe ich den Vorschlag von Lightroom überschrieben; zwar nicht sinnvoll, aber das Prinzip sollte deutlich werden

Für einfache Retuschierungen reicht dieses Werkzeug aus, wie zum Beispiel das Entfernen von Vögeln am Himmeln oder das Kaschieren eines kleinen Hautmakels, doch bei komplizierten Situationen gibt es bessere Möglichkeiten.

Der Kopierstempel in Photoshop

Jetzt sind wir zu Photoshop gewechselt. Hier wirst du nur durch dein Wissen und deine Kreativität beschränkt. Eventuell bremst dich dein Computer zwischendurch aus, doch Photoshop empfinde ich grundsätzlich als sehr stabil.

Nachdem du dein Bild geöffnet hast und eventuell schon erste Anpassungen gemacht hast, öffnest du das Kopieren-Werkzeug mit einem Druck auf die Taste „S“.

Das Kopieren-Werkzeug kannst du dir wie einen universellen dynamischen Stempel vorstellen. Du wählst einen Bereich aus und stempelst diesen auf einen anderen Bildbereich. Wenn dein zu ersetzender Bildbereich größer als die gewählte Pinselspitze ist, kannst du den Stempel auch bewegen.

Der Kopierstempel ermöglicht auch ein Live-Vorschau der Korrekturen

Dabei bewegt die Quelle genauso wie du den Stempel bewegst. Machst du eine Korrektur nach links, nimmt das Programm auch Pixel, die links des ursprünglichen Punktes liegen.

Eine praktische Funktion dieses Werkzeugs ist die Vorschau. Nachdem du einen Referenzbereich mit der „Alt“-Taste festgelegt hast, wird dir angezeigt, wie das Bild aussähe, wenn du den Stempel anwenden würdest. So kann man ziemlich präzise abschätzen, wo man die Maustaste drücken sollte, um das gewünschte Ergebnis zu bekommen.

Mit dem Kopieren-Werkzeug kann schon vieles machen und Bilder gut anpassen oder auch völlig verfremden.

Das Bereichsreperaturwerkzeug

Dieses Werkzeug ist mein persönlicher Favorit, wenn es darum geht, etwas aus dem Bild zu entfernen. In Photoshop erreichst du es über die Taste „J“. Die Art ist „Inhaltsbasiert“ und kann oben in der Einstellungsleiste des Werkzeuges eingestellt werden.

Die Anwendung ist denkbar einfach. Du markierst den störenden Bereich und weg ist das Objekt. In aller Regel funktioniert das auch beim ersten Durchlauf. Die Magie dahinter macht es möglich.

Noch ist der Buggy da
Jetz ist er weg

Okay, an Magie glaube ich nicht und schon gar nicht in meinem Computer. Hier arbeitet einfach nur ein kluger Algorithmus. Aber nur klug, nicht selbstlernend. Muss er aber nicht, der kann schon vieles echt gut.

Das Werkzeug schaut sich den markierten Bereich an und vergleicht diesen mit Pixeln, die in der Nähe liegen. Das ungewünschte Objekt ist weg und auch kompliziertere Muster können gefüllt werden.

Ich bin ein großer Fan dieses Werkzeuges, viele Retuschierungen können damit einfach und effizient durchgeführt werden.

Fazit

Du musst dich nicht mit Müll und Baukränen auf deinem Bild abfinden. Mit guter Software ist das Entfernen von Objekten und Ähnlichen kein Problem.

Welches Werkzeug für dich am besten funktioniert, musst du entscheiden und ausprobieren. Manchmal ist auch eine Kombination verschiedener Werkzeuge notwendig.

Nun wünsche ich dir viel Spaß dabei, dir die Welt so zu machen, wie sie dir gefällt.

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