Meine ersten Eindrücke von der Canon Eos 77d

Endlich habe ich mal wieder eine neue Kamera zum Spielen und Testen. In diesem Artikel möchte ich dir die Canon Eos 77d einmal vorstellen und meine ersten Eindrücke der Kamera mit dir teilen. Der Artikel erhebt nicht den Anspruch, ein vollständiger Testbericht zu sein. Den werde ich eventuell später mal nachreichen.

Die Eos 77d verfügt auch über ein Schwenkdisplay Bildquelle: Canon Europe

Beweggründe zu einer neuen Kamera

Meine Eos 700d ist eine solide Kamera und eine Erneuerung wäre nicht unbedingt notwendig gewesen und bessere Bilder macht man mit einer neuen Kamera per se auch nicht. Aber man hat mit moderner Technik meistens mehr Möglichkeiten und das Arbeiten wird häufig einfacher.

Positionierung der Eos 77d

Die Eos 77d ist quasi eine kleine 80d und eine große 800d. Sie bietet technisch fast alles, was die 80d bietet und das in einem kleineren und günstigeren Gehäuse. Zum Kaufzeitpunkt trennten die beiden Kameras gut 250€. Die Eos 800d hat zwar auch sehr ähnliche Hardwarekomponenten, doch ein paar Knöpfe und ein Display mehr darf es schon sein.

Spaß mit Amazon und dem Einzelhandel

Die Kamera habe ich am Blackfriday gekauft, denn es gab einen Preisvorteil von knapp 100€. Auf meinem Amazonkonto befand sich noch ein Restwert von einigen Gutscheinen, mit denen ich in der Vergangenheit immer brav bezahlt habe. Nun wollte ich die Kamera über Lastschrift bezahlen, allerdings war der Betrag über der 500/600€ Grenze und Amazon aktzeptiert dort beim ersten Kauf nur Gutscheine oder Kreditkarten. Eine Kreditkarte hätte ich nicht innerhalb eines Tages mit entsprechender Deckung organisieren können. Also Gutscheine.

Die Eos 77d findest du hier* beim besagten Unternehmen.

Als erstes habe ich mich bei einer regionalen Handelsmarke versucht und wollte Gutscheine im Wert von 575€ kaufen. Die 100€ Gutscheine konnte man mir weder an der Kasse noch an der Information verkaufen. Die 75€ haben auch schon eine Ewigkeit gedauert und die Kunden hinter mir waren hörbar genervt. Bei Lidl konnte ich dann fast entspannt die anderen 500€ erwerben. Jetzt habe ich eine Lidl Quittung im Wert von 500€. Ich weiß nicht, ob ich jemals eine so hohe Quittung von Lidl bekomme. Nun noch sieben Gutscheine eingeben und der Spaß konnte gekauft werden.

Ein erstes Bild meiner neuen „Kamera-Familie“

Der Bildsensor

Die Eos 77d hat den Sensor aus der 80d bekommen und ist um eine zusätzliche ISO-Stufe ergänzt worden (51.200). Dieser Sensor ist auf der Höhe der Zeit und bietet einen guten Dynamikumfang. DxO hat einen Dynamikumfang von 13 Blendenstufen ermittelt. Nach meinen ersten Eindrücken kann ich auf jeden sagen, dass man einen ziemlich großen Spielraum, was die Aufhellung von Tiefen sowie das Abdunkeln von Lichtern betrifft, hat.

Das Bildrauschen hat sich, im Vergleich zur 700d, deutlich verbessert. Da ich beim Thema Rauschen nicht besonders empfindlich bin (nein, kein schlechter Wortwitz), kann ich bis 3.200 ganz entspannt arbeiten.

Die Auflösung hat sich um 6 MP erhöht und gibt mir nun etwas mehr Spielraum beim Beschneiden und Ausrichten der Bilder. Fehler beim Ausrichten der Kamera werden mir jetzt eher verziehen.

Der Sensor der Eos 77d bietet viel Potenzial

Konnektivität

Die Eos 77d kann mit NFC, Bluetooth und W-Lan mit der Außenwelt kommunizieren. Wirklich nutzen kann ich nur W-Lan, da mein Smartphone kein NFC hat und Bluetooth nicht mehr funktioniert. Fragt mich nicht, was ich mit dem Gerät gemacht habe.

Das W-Lan funktioniert sehr stabil und hat gute Übertragungsraten. Die App ist einfach und verständlich, bietet aber alles was man braucht. Beim ersten Test habe ich mir eigentlich nur noch einen Stativkopf gewünscht, den ich über eine App ausrichten kann.

Die App von Canon läuft gut und bietet alle wichtigen Funktionen

Das Gehäuse

Das Gehäuse der Eos 77d ist ähnlich dem der 80d. Es ist jedoch etwas kompakter und aufgrund des „fehlenden“ Magnesiums auch deutlich leichter. Die Kamera kommt in etwa auf das Gewicht meiner Eos 700d, was wirklich leicht ist. Auf der Oberseite befindet sich ein zweites Display, welches mir die wichtigsten Einstellungen bequem und übersichtlich anzeigt. Das Moduswahlrad ist gegen versehentliches Verstellen gesichert. Auf der Rückseite befindet sich ein weiteres Einstellrad, welches eine bequeme Steuerung der Blende zulässt.

Kleinigkeiten, die Canon vergessen hat

So viel Lobesreden ich auch über die Kamera schwingen kann, so gibt es auch einige Kleinigkeiten, die mir nicht gefallen. Mir ist bewusst, dass man Kameras untereinander abgrenzen muss, doch manchmal resultiert das in komischen Ergebnissen.

Ich hätte mir ISO Zwischenstufen gewünscht, also nicht 100, 200 sondern 100, 125, 160, 200. Die Eos 80d kann das, doch bei Nikon geht das auch schon in der 5xxx Reihe. Kann ich mit leben, doch zweimal im Jahr wäre dieses Feature schon cool.

Die Farbe des Einstellungsdisplay. Diese Funktion hatte meine Eos 700d und ich schätze sie sehr. Man kann bei der 700d aus fünf Farben auswählen, in denen die Einstellungen auf dem Display angezeigt worden sind. Mein Standard war rot. Das ist gerade in der Nacht sehr angenehm. Die 77d hat nur einen Blauton. Geht zwar auch, ist aber wirklich nicht so cool.

Bei der Eos 700d konnte man aus verschiedenen Farben für das Display wählen

Fazit

In einen oder mehreren weiteren Artikeln werde ich noch mehr auf die üblichen Bewertungskategorien eingehen, doch ich wollte dir einen ersten Eindruck nicht vorenthalten. Wie du vielleicht gemerkt hast, bin ich sehr von dieser Kamera angetan. Das Preis-Leistungsverhältnis ist richtig gut und Canon hat hier eine tolle und zeitgemäße Kamera hergestellt.

Bald melde ich mich noch mal mit mehr Details.

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